graffiti mit streetart, kind mit spraydose sitzt auf einem nilpferd, auf dem bild steht der name amsel und der satz: veränderung ist arbeit.

nest

amsel ist ein bißchen für sich selbst überraschend zu einem blog gekommen. amsel ist weder besonders schlau, wichtig oder originell. aber amsel hatte einfach lust: zu schreiben und schreibend denken. dann ging alles ganz schnell – und zack war das blog einfach da.

erst danach sah amsel sich um, wo sie überhaupt gelandet war.
und erschrak: fast jedes suchwort förderte beiträge zutage, die v.a. geifern, mit haß auf andere spucken und herumrotzen… angst, wut, erschrecken krochen da leise in amsel hoch.

dann kam die erinnerung an den satz:
wer auf die erde spuckt, spuckt auf sich selbst.

so nahm amsel sich folgendes vor für dieses blog:

♥ kein bashing. auch nicht von dem, was zuwider ist, angst macht.
♥ liebe, respekt für alles, was berührt, erhellt, beeindruckt.
♥ dank für alles, was den horizont von kopf und herz öffnet.
♥ fragen, verstehen wollen statt welt erklären oder meinung haben.
♥ unsicherheit, ratlosigkeit und angst zugeben, verletzlich bleiben.

amsel wird sich nicht wegducken oder den deck-namen nutzen, um auszuteilen und dinge zu sagen, die das erkennbare alltags-ich sonst nicht sagen würde. denn:

[…] ich hoffe, dass wir genauso angetrieben werden von Zustimmung wie durch Kritik. Dass wir konstruktive Diskussionen führen können – ja, streiten, einander kritisieren, aber nicht mit der Absicht, zu zerstören, sondern aufzubauen.

Wenn wir einen Artikel lesen, den wir gut finden, senden wir einen Tweet darüber, retweeten ihn oder teilen ihn auf Facebook. Selten […] bedanken [wir] uns für den Text oder schreiben direkt dem_r Autor_in selber. Wir müssen aber wieder lernen das Positive im Netz zu zelebrieren und die Liebe dort zu organisieren. Wir müssen Kommentarspalten fluten und: Danke sagen! Zeigen, dass wir dazu stehen. Tweeten. Sharen. Den Einflussreichen zeigen, dass wir dahinter stehen: Hinter besonnenen Stimmen. Wir sagen daher: Lasst uns einander unterstützen. Lasst uns Liebe organisieren!
Kübra Gümüşay, Organisierte Liebe

amsel glaubt:
persönliches, intellektuelles, menschliches wachstum geschieht durch veränderung.
veränderung ist arbeit, erfordert mut.
mut kann heißen, mit beharrlichkeit, geduld und zärtlichkeit über bisherige grenzen hinauszugehen. und so den eigenen handlungsspielraum und denk-raum zu erweitern.

everything is fucking political (skunk anansie)
es gibt kein nicht-handeln, wir verhalten uns immer, gerade auch, wenn wir „nichts“ tun oder sagen.

amsel unternimmt hier denkversuche über politische achtsamkeit.

um die eigenen vorsätze direkt umzusetzen: danke an kübra gümüşay!

übrigens: alle fotos in diesem blog ©amsel.